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Grußwort der Schirmherrin
Barbara Ludwig

Chemnitz ist bemerkenswert – seit jeher eine Region des erfolgreichen Wandels.

Es waren die Industriellen der Region Chemnitz, die einen bedeutenden Grundstein für den deutschen Maschinenbau und den internationalen Fahrzeugbau legten, kaum anderswo hatte der Ingenieurgeist einen so fruchtbaren Boden. Damals wie heute sind stabile Netzwerke aus Bildung, Forschung und Unternehmerschaftdie Voraussetzung für eine robuste, starke Wirtschaft. Diese Verbindungen waren und sind existenziell. Nur so konnte auch der Wiederaufstieg von Chemnitz zur heutigen modernen Industrieregion gelingen.

Und heute brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte in der Region und das vor allem in unseren Wachstumsbranchen wie dem Maschinenbau oder der Elektrotechnik. Dass unsere Unternehmen einen Fachkräftebedarf für die nächsten Jahre anzeigen, ist ein gutes Zeichen. Hier stehen wir jedoch im harten Wettbewerb. Qualifizierter Nachwuchs ist in Zukunft einer der wesentlichen Standortfaktoren. Der zukünftige Erfolg wird stark davon abhängen, ob es uns gelingt, jungen Menschen jeweils vor Ort die besten Möglichkeiten für ihre Weiterentwicklung zu geben. Dazu gehört zuerst, dass die jungen Menschen wissen, dass sie in Zukunft hier gebraucht werden.

Und damit sind nicht nur Hochschulabsolventen und Akademiker gemeint, sondern insbesonderedie Vielzahl an gut ausgebildeten Fachkräftenin den verschiedenen technischen Bereichen. So hat die erstklassige Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker ihren Stellenwert in der Wirtschaft in den letzten Jahren nachhaltig unter Beweis gestellt. Sie sichern die Unternehmensstrukturen im mittleren Management und haben sich so in den vergangenen Jahren zu einer gefragten Zielgruppe entwickelt, insbesondere durch die praktische Berufsausbildung und die Einsetzbarkeit im mittleren Führungsbereich der Unternehmen ohne lange Einarbeitungszeiten. Hervorzuheben ist dabei die auch enge Verzahnung der Fachschulen mit den Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor Ort.

Der Technikerpreis unterstreicht diese Entwicklung und bietet jungen Fachleuten die Möglichkeit, sich und ihre Fähigkeiten zu präsentieren. Bereits zum sechsten Mal werden innovative Ideen, die besten praxisbezogenenAbschlussarbeiten mit dem Preis ausgezeichnet. An der Initiative unter der Schirmherrschaft des Regionalkonvents Chemnitz, die im Jahr 2009 mit wenigen Fachschulen begann, sind inzwischen 14 Fachschulen aus ganz Sachsen beteiligt. Damit soll das Interesse von jungen Menschen für diese Ausbildung auch weiterhin geweckt werden.

Ich freue mich auf entsprechend vielfältige Ideen und Bewerbungen und wünsche allen Absolventen hier in der Region viel Erfolg!

Barbara Ludwig
Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz
Sprecherin des Regionalkonvents Chemnitz 2015